Samstag, 25. Februar 2012

schlittenhundegespann in behandlung

schlittenhunde sind auch leistungssportler
während der hauptsaison , also im winter betreu ich ein gespann von schlittenhunden.das ist immer echt spannend. denn die malamuts haben schon ihren eigenen kopf und sind sehr ursprünglich in ihrem verhalten. sie leben am besten in ihrem rudel und genießen die tägliche arbeit am schlitten. ansonsten werden sie schnell unausgelastet. also nichts für die wohnung.
um arbeitsbedingten verspannungen und überlastungen vorzubeugen, werden sie vor allem im winter immer wieder von mir behandelt. das wird sehr genossen.wenn sie dann mal überzeugt sind. denn man könnte ja schwäche zeigen vor dem rudel, wenn man zu deutlich genießt...als wettkampfbegleitung und trainingsunterstützung hat sich das sehr bewährt.

Donnerstag, 18. August 2011

fohlen mit schleudertrauma und wirbelsäulenstauchung

vor 3 wochen bekam ich einen anruf von einer fohlenbesitzerin, dass ihr heuriges fohlen mit kopf voran gegen eine wand gerannt ist, da es nicht mehr bremsen konnte. der tierarzt war da. es waren 5 fachtierärzte notwendig um auf den röntgenbildern sicher zu gehen, dass keine fraktur der halswirbel vorlag. dass fohlen wurde dann von der klinik an mich zur weiterbehandlung geschickt.die halswirbelsäulenmuskulatur war binnen 5 tagen schon so atrophiert, dass man jeden wirbel einzeln sehen konnte. darüber spannte nur noch die haut. das fohlen stand mit gesenktem hals und war keiner einzigen bewegung der halswirbelsäule fähig. außerdem torkelte es.ein gotterbärmlicher anblick.
nach einer vorsichtigen befunderhebung zeigten sich natürlich blockaden in den kopfgelenken und in 3 weiteren halswirbelgelenketagen. sowie weiterlaufend in der lendenwirbelsäule. die kurze halsmuskulatur (im genickbereich) war bretthart. ohne röntgenkontrolle hätte ich hier die behandlung abbrechen müssen, da ich von einer fraktur hätte ausgehen müssen.mit weichen mobilisationen im muskelbereich und dann auch im wirbelbereich probierte ich die lage etwas zu entspannen. das fohlen ließ sich dies wohlig gefallen. nach der behandlung konnte es zumindest das erste mal seit 5 tagen das euter der mutter wieder erreichen. wir vereinbarten einen folgetermin in 4 tagen. die besitzerin schilderte mir dann, dass das fohlen bereits am abend erste flotte ausflüge über die wiese unternommen hätte und schon wieder ein paar halme gras vom boden abrupfen konnte. jetzt wurde die situation aber wieder schlechter. nach der behandlung ging es dann wieder aufwärts und wir steigerten den behandlungsintervall auf 8 tage. dann war es wieder dringend nötig. aber die muskulatur entspannte zusehends , die beweglichkeit der halswirbwelsäule wird immer besser, und das fohlen wird schon wieder ganz schön frech und buckelt auch schon wieder.ein paar behandlungen wird der unglückswurm schon noch brauchen, aber dann wird er die sache hoffentlich glimpflich überstanden haben...

Fohlen mit schleudertrauma

Montag, 16. Mai 2011

pferde im therapeutischen reiten

pferde, die in der hippotherapie und in anderen therapeutischen bereichen ihre arbeit tun, sind sehr dankbare patienten. immer wieder behandle ich hioppotherapiepferde. denn der behinderte patient sitzt durch seine erkrankung, zu meist neurologischer art, nicht sehr dynamisch auf dem pferd.er ist eher sehr träge in der beantwortung der bewegungen des pferderückens. zumeist sind die patienten auch sehr schwer.in der regel wird auf einem pad geritten und nicht auf einem sattel. dadurch wird der rücken des pferdes nicht druckentlastet. aber ohne sattel sind die bewegungen für den patienten leichter zu spüren, und zu beantworten. die pferde leisten hier in körperlicher wie auch in psychischer hinsicht enormes.deswegen sollten sie schon einen hohen ausbildungsstand haben, um sich selber besser stabilisieren zu können. außerdem müssen sie regelmäßig korrektur geritten werden, um sie zu gymnastizieren. paralell behandle ich die pferde, die zumeist rückenprobleme haben, in regelmäßigen abständen. somit halten wir sie fit, für eine total tolle therapie, die durch fast nichts zu ersetzen ist für die jeweiligen patienten.

Samstag, 6. November 2010

skoliose reiter - deutlicher einfluß auf das pferd

der ältere wallach kam zu mir wegen unklarer lahmheit hi li. vom tierarzt abgeklärt evt knieproblem- aber wirklich was zu finden war nicht.
nach einem eingehenden befund in der bewegung und dann am pferd, kam auch für mich eine sehr verwirrender befund raus.
das pferd war in sich total schief. lief mit der hinterhand aus der spur , die wirbelsäule war in sich verdreht(also die wirbel hatten sich nach einer seite gedreht )im bereich der sattellage, im lwsbereich in die gegenrichtung.das pferd hatte muskulär den ganzen rücken blockiert, und natürlich auch gelenktechnisch.auch das becken stand nicht mehr in der linie. das pferd zeigte ein schmerzempfinden an den kniescheibenbändern. irgendwas wich das pferd aus.
ich bemerkte dann nebenbei zu der besitzerin, dass ich so ein bild eigentlich nur 2mal gesehen hab, und das war jedesmal, weil die reiter extreme skoliosen hatten. (wirbelsäulenabweichung zur seite und in sich gedreht). darauf hin zog die patientin ihre winterjacke aus und sagte bingo das hab ich und zwar in sehr fortgeschrittener form. sie war seit jahren in behandlung und sagte, dass das pferd ihr bester therapeut sei. dass dies aber solche auswirkungen auf ihr pferd hat ,war ihr nicht bewußt. das pferd war auffällig lahm und wollte auch nicht mehr vorwärts gehen oder an die hand rantreten.
ich behandelte das pferd, löste die verspannungen und mobilisierte die blockaden. dann brachten ich das pferd in seine mitte zurück. dies mußte alles sehr vorsichtig passieren, denn wenn man zu viel auf einmal wegnimmt, nimmt man dem pferd die kompensation, die es ihm ermöglicht mit der reitersituation umzugehen. doch trotzdem muß das pferd zurück zu gesunden bewegungsabläufen, mit einer intakten muskulatur.
bereits nach 2 tagen zeigte das pferd deutliche veränderungen:es hatte wieder bewegungsfreude, buckelte über die weide, was er nie mehr tat, beim reiten geht er lahmfrei und tritt schön an die hand ran.
das pferd wird nun von mir in regelmäßigen abständen behandelt, damit es nicht noch mal in so eine situation kommt. so werden pferd und reiterin sicher noch eineige schöne jahre miteinander haben

Dienstag, 9. Februar 2010

hufgelenksentzündung hat sich deutlich beruhigt

der 12 jährige wallach hatte in unregelmäßigen abständen immer wiederkehrende lahmheiten. bei der befunderhebung war das pferd in der oberlinie total fest, und ein gleiten der schulterblätter auf dem rumpf war kaum möglich. nach unten spürte man im hufgelenk deutliche bewegungseinschränkungen. die besitzerin war nun doch bereit, dass wir einen tierarzt hinzuziehen, da die behandlungen immer nur kurz verbesserung brachten, und der befund doch deutlich auf ein problem in der vorhand deutete. nach einer röntgenuntersuchung war dann auch die diagnose klar entzündung des hufgelenks mit beginnender arthrose.
der wallach wurde erst medikamentös versorgt. gleichzeitig starteten wir eine kontinuierliche physiotherapie. des weiteren schlug ich der besitzerin einen stallwechsel vor, da der boden in der reithalle eine katastrophe für das pferd war,und auch die bergige koppel die heilung fast unmöglich machte. seit einem jahr braucht das pferd keine medikamente mehr. er wird wieder täglich auf gutem boden geritten und tobt auch mit vergnügen über seine ebene koppel.die physiotherapie setzen wir mit regelmäßigen abständen von 8-12 wochen fort. dies hat sich gut bewährt, da schon kleinigkeiten im keim erstickt werden können, und das pferd nicht in schonhaltungen und damit überlastungen geraten kann. ich hoffe der verlauf bleibt so positiv. bis jetzt hat ihm nicht mal der seit wochen harte gefrorene boden etwas anhaben können...

Freitag, 9. Oktober 2009

auch älteren pferden hilft eine behandlung noch lange fit zu bleiben

der 18 jährige wallach ,den ich gestern behandelt habe, hatte schon massive probleme mit seinem rücken. das über den rücken gehen fällt ihm schwer, in die tiefe dehnen oje, nach dem sprung rennt er davon, da er beim landen nicht mehr federnd aufkommt...die fliegenden gelingen nur auf einer hand. das pferd hat einen alten reiter zu tragen, und wird aber immer durch einen bereiter korrektur geritten. trotzdem ist ihm der rücken so abegesunken und in streckung gekommen , dass dieser nicht mehr aufwölben kann und nicht mehr schwingen kann.
nachdem wir den rücken wieder mobilisiert haben,und die verkrampften und schmerzenden muskeln in eine entspannte arbeitssituation gebracht haben,sah das ganze schon ganz anders aus.am nächsten tag hatte er zwar einen rechten muskelkater und war ziemlich mau unterwegs. nach 2 tagen ritt der bereiter wieder. "der ist ja wie ein anderes pferd!" der schwingt ja wieder, springt die wechsel durch und geht schön in die tiefe. auch das landeverhalten nach dem sprung klappt wieder besser, und er rennt nicht mehr davon. das machen wir jetzt öfter, war der kommentar der besitzer. dann haben wir noch was von unserem alten herrn und er fühlt sich wohl!!!!