Montag, 16. Mai 2011

pferde im therapeutischen reiten

pferde, die in der hippotherapie und in anderen therapeutischen bereichen ihre arbeit tun, sind sehr dankbare patienten. immer wieder behandle ich hioppotherapiepferde. denn der behinderte patient sitzt durch seine erkrankung, zu meist neurologischer art, nicht sehr dynamisch auf dem pferd.er ist eher sehr träge in der beantwortung der bewegungen des pferderückens. zumeist sind die patienten auch sehr schwer.in der regel wird auf einem pad geritten und nicht auf einem sattel. dadurch wird der rücken des pferdes nicht druckentlastet. aber ohne sattel sind die bewegungen für den patienten leichter zu spüren, und zu beantworten. die pferde leisten hier in körperlicher wie auch in psychischer hinsicht enormes.deswegen sollten sie schon einen hohen ausbildungsstand haben, um sich selber besser stabilisieren zu können. außerdem müssen sie regelmäßig korrektur geritten werden, um sie zu gymnastizieren. paralell behandle ich die pferde, die zumeist rückenprobleme haben, in regelmäßigen abständen. somit halten wir sie fit, für eine total tolle therapie, die durch fast nichts zu ersetzen ist für die jeweiligen patienten.

Samstag, 6. November 2010

skoliose reiter - deutlicher einfluß auf das pferd

der ältere wallach kam zu mir wegen unklarer lahmheit hi li. vom tierarzt abgeklärt evt knieproblem- aber wirklich was zu finden war nicht.
nach einem eingehenden befund in der bewegung und dann am pferd, kam auch für mich eine sehr verwirrender befund raus.
das pferd war in sich total schief. lief mit der hinterhand aus der spur , die wirbelsäule war in sich verdreht(also die wirbel hatten sich nach einer seite gedreht )im bereich der sattellage, im lwsbereich in die gegenrichtung.das pferd hatte muskulär den ganzen rücken blockiert, und natürlich auch gelenktechnisch.auch das becken stand nicht mehr in der linie. das pferd zeigte ein schmerzempfinden an den kniescheibenbändern. irgendwas wich das pferd aus.
ich bemerkte dann nebenbei zu der besitzerin, dass ich so ein bild eigentlich nur 2mal gesehen hab, und das war jedesmal, weil die reiter extreme skoliosen hatten. (wirbelsäulenabweichung zur seite und in sich gedreht). darauf hin zog die patientin ihre winterjacke aus und sagte bingo das hab ich und zwar in sehr fortgeschrittener form. sie war seit jahren in behandlung und sagte, dass das pferd ihr bester therapeut sei. dass dies aber solche auswirkungen auf ihr pferd hat ,war ihr nicht bewußt. das pferd war auffällig lahm und wollte auch nicht mehr vorwärts gehen oder an die hand rantreten.
ich behandelte das pferd, löste die verspannungen und mobilisierte die blockaden. dann brachten ich das pferd in seine mitte zurück. dies mußte alles sehr vorsichtig passieren, denn wenn man zu viel auf einmal wegnimmt, nimmt man dem pferd die kompensation, die es ihm ermöglicht mit der reitersituation umzugehen. doch trotzdem muß das pferd zurück zu gesunden bewegungsabläufen, mit einer intakten muskulatur.
bereits nach 2 tagen zeigte das pferd deutliche veränderungen:es hatte wieder bewegungsfreude, buckelte über die weide, was er nie mehr tat, beim reiten geht er lahmfrei und tritt schön an die hand ran.
das pferd wird nun von mir in regelmäßigen abständen behandelt, damit es nicht noch mal in so eine situation kommt. so werden pferd und reiterin sicher noch eineige schöne jahre miteinander haben

Dienstag, 9. Februar 2010

hufgelenksentzündung hat sich deutlich beruhigt

der 12 jährige wallach hatte in unregelmäßigen abständen immer wiederkehrende lahmheiten. bei der befunderhebung war das pferd in der oberlinie total fest, und ein gleiten der schulterblätter auf dem rumpf war kaum möglich. nach unten spürte man im hufgelenk deutliche bewegungseinschränkungen. die besitzerin war nun doch bereit, dass wir einen tierarzt hinzuziehen, da die behandlungen immer nur kurz verbesserung brachten, und der befund doch deutlich auf ein problem in der vorhand deutete. nach einer röntgenuntersuchung war dann auch die diagnose klar entzündung des hufgelenks mit beginnender arthrose.
der wallach wurde erst medikamentös versorgt. gleichzeitig starteten wir eine kontinuierliche physiotherapie. des weiteren schlug ich der besitzerin einen stallwechsel vor, da der boden in der reithalle eine katastrophe für das pferd war,und auch die bergige koppel die heilung fast unmöglich machte. seit einem jahr braucht das pferd keine medikamente mehr. er wird wieder täglich auf gutem boden geritten und tobt auch mit vergnügen über seine ebene koppel.die physiotherapie setzen wir mit regelmäßigen abständen von 8-12 wochen fort. dies hat sich gut bewährt, da schon kleinigkeiten im keim erstickt werden können, und das pferd nicht in schonhaltungen und damit überlastungen geraten kann. ich hoffe der verlauf bleibt so positiv. bis jetzt hat ihm nicht mal der seit wochen harte gefrorene boden etwas anhaben können...

Freitag, 9. Oktober 2009

auch älteren pferden hilft eine behandlung noch lange fit zu bleiben

der 18 jährige wallach ,den ich gestern behandelt habe, hatte schon massive probleme mit seinem rücken. das über den rücken gehen fällt ihm schwer, in die tiefe dehnen oje, nach dem sprung rennt er davon, da er beim landen nicht mehr federnd aufkommt...die fliegenden gelingen nur auf einer hand. das pferd hat einen alten reiter zu tragen, und wird aber immer durch einen bereiter korrektur geritten. trotzdem ist ihm der rücken so abegesunken und in streckung gekommen , dass dieser nicht mehr aufwölben kann und nicht mehr schwingen kann.
nachdem wir den rücken wieder mobilisiert haben,und die verkrampften und schmerzenden muskeln in eine entspannte arbeitssituation gebracht haben,sah das ganze schon ganz anders aus.am nächsten tag hatte er zwar einen rechten muskelkater und war ziemlich mau unterwegs. nach 2 tagen ritt der bereiter wieder. "der ist ja wie ein anderes pferd!" der schwingt ja wieder, springt die wechsel durch und geht schön in die tiefe. auch das landeverhalten nach dem sprung klappt wieder besser, und er rennt nicht mehr davon. das machen wir jetzt öfter, war der kommentar der besitzer. dann haben wir noch was von unserem alten herrn und er fühlt sich wohl!!!!

Samstag, 2. Mai 2009

das wünsch ich keinem pferd !!


ich hab gedacht ich seh nicht recht, als ich dieses marterwerkzeug sah!! das mußte ich photographieren. es wird wohl hauptsächlich bei den viehhirten in südamerika verwendet. eine doppelreihige blanke serreta mit scharfen zähnen, und dazu kombiniert eine stange mit zungenstreckerlöffel mit 15 cm langen beweglichen anzügen. wenn das sich im maul aufstellt und dazu die serreta, da kann man sich vorstellen, was dann für das pferd passiert....ich hoffe, dass keines unserer pferde darunter jemals leiden muß. in südamerika haben wir auf die schnelle sicher keine handhabe dagegen. ..aber diese photos hier abzubilden,war mir doch sehr wichtig!!!!!! ps. nach nachfragen meiner seits, wurde mir glaubhaft versichert, dass diese zäumung nur als abschreckendes beispiel nach deutschland mitgebracht wurde. na gott sei dank

Dienstag, 17. März 2009

jungpferde anreiten...

immer öfter werde ich von ausbildern gefragt, ob ich die jungpferde vor dem ersten anreiten durchchecken könnte. das ist eine wirklich tolle sache. denn man beugt vielen problemen vor, wenn man sich vorab ein bild über den zustand des jungpferdes macht. es läßt sich klären, ob das pferd schon soweit ist ein reitergewicht zutragen. exterieurbedingte mängel lassen sich analysieren und man kann den trainingsplan dahingehend optimieren, dass man dem pferd so fehlbelastungen erspart. oft findet man auf diesem weg probleme, wie bewegungseinschränkungen, blockaden,etc. die zum beispiel durch nicht mitbekommene stürze und ähnliche weideunfälle passiert sind, die im täglichen miteinander durch rangeleien in der aufzucht einfach passieren. dies kann beim anreiten zu unnötigen problemen führen.also eine gute sache, gut gerüstet mit der wichtigsten phase eines reitpferdeslebens zu starten.

Samstag, 8. November 2008

beidseitiger fesselträgerschaden erfolgreich abgeschlossen juchhu!!!!!!!!

in wirklich schneller zeit von 7monaten sind die beiden fesselträger der beiden vorderbeine wieder fit. auf der einen seite war der fesselträger massiv durch einen unfall geschädigt, die andere seite machte dann probleme wegen der überlastung durch die schonhaltung des pferdes.das pferd hat sich trotzdem sehr schnell erholt. wir arbeiteten aber auch von anfang an im team zusammen. es war wirklich toll zu sehen, wie schnell die sehnen heilten. wir waren ein team aus einem renommierten pferdetierarzt, ich als krankengymnastin und die pferdebesitzerin, die alles mit viel energie umzusetzen versuchte. neben der behandlung des tierarztes und ständiger ultraschallkontrolle, behandelte ich das pferd im 2 wochenrhytmus physiotherapeutisch. die besitzerin übernahm nach anleitung in der restlichen zeit teile der behandlung.wir konzentrierten uns nicht nur auf die heilung der sehne, sondern wir behandleten das ganze pferd . denn durch die lange inaktivität wird das pferd in seinen bewegungen immer schlechter, es hängt im bindegewebe und stabilisiert sich nicht mehr aktiv. es hängt quasi durch... außerdem verändert sich auch die beweglichkeit der kranken beine nach oben bis ins schulterblatt und weiterlaufend in den ganzen körper.wenn das schulterblatt nicht mehr richtig auf dem brustkorb gleitet der rücken nicht mehr beweglich ist etc. hilft mir eine gesunde sehne oft nichts, denn wenn ich wieder belastung in das kranke bein bringe, und das bein nach oben und weiterlaufend der ganze körper nicht richtig funktioniert, wird die bewegung nicht mehr richtig abgefedert und gibt ungebremst die gesamte last auf die kranken sehnen nach unten weiter.und da haben wir dann schon wieder unseren rückschlag , den viele von ihnen sicher kennen, und man gar nicht weiß woher er kommt. .. oft ist dies die erklärung dafür.natürlich läßt sich auch physiotherapeutisch direkt an der sehne einiges machen. aber man darf einfach nicht den restlichen körper außer acht lassen, wenn ich ein solches problem am bein habe. ( dies läßt sich fachlich schon noch näher erläutern und besser beschreiben aber ich hoffe der laie hat die idee verstanden). begleitet wurde dies von einer ausgewogenen bewegungstherapie, die auch sehr bald in die trabarbeit überging. denn wir wollen einen sportler therapieren und keinen "opa " hernach haben. inzwischen geht das pferd schon wieder einfache dressurlektionen und nach der winterarbeit dürfte einer turniersaison nichts mehr im wege stehen.das pferd ist übrigens 7 jahre alt und ist auf dem weg von l nach m-dressur.