Sonntag, 12. November 2006

Pferderückengalerie Bild 1


ein weicher langer rücken, der mit viel geschick des reiters aber zu managen ist .

Freitag, 13. Oktober 2006

aquatrainer - als alleiniges allheilmittel?

immer öfter sieht man sogenannte rehazentren, die dann nur aus einem aquatrainer bestehen. bedient wird er von stallpersonal , ohne ein hintergrundwissen. angewandt für alle probleme ob rückenprobleme , knieprobleme...das wasserlaufband kann nicht als alleiniges allheilmittel fungieren. er kann evt. einzelne teile einer behandlung übernehmen.dies alles aber eingebettet in ein therapiekonzept,in das ich das ziel des aquatrainers genau integrieren muß. der aquatainer bietet durch den wasserdruck eine bestimmte entstauung der gliedmasse, auch kann ein gewisser massageeffekt erzielt werden. durch den wasserwiderstand werden vor und hinterhand besser vorgeführt. (kann beim dressurpferd kurzfristig interessant sein) auch wird der quadriceps gut trainiert.ein großes problem ist aber sicher, dass die pferde bei steigendem wasserstand die köpfe immer höher nehmen, und damit der rücken fest wird, und nicht mehr tätig ist. ein über den rücken gehen findet nicht statt. wenn man sie auf dem laufband beobachtet sieht man auch wie die pferd durch die hohe kopfhaltung schief auf dem laufband laufen. dieser bewegungsablauf entspricht keiner bewegung, die wir uns im sport oder in der alltagsarbeit des pferdes wünschen. auch die bewegungsabläufe werden nicht mehr komplett geübt. das pferd trainiert nur in der vorführphase der beine, das rückführen also die schwungentwicklung, wird durch das laufband gemacht. das pferd muß seinen körper nicht vorwärts transportieren. dies alles sind dinge, die ich in meinem therapiekonzept berücksichtigen muß, um sinnvolle reha zu machen.ein genaues überlegen, was ich erreichen will, und ob der aquatrainer das mittel der wahl ist, muß gut überdacht sein. pferdereha ist eben mehr als nur hilfsmittel einsetzen. es umfaßt ein ganz komplex funktionierendes system, nämlich das pferd, dass einer sehr individuelle behandlung bedarf, wie wir sie ja auch in der humanmedizin / sportphysiotherapie kennen. inzwischen hat sich z. b. bei pferden, die regelmäßig nurreha auf dem aquatrainer machen deutlicher muskelabbau gezeigt. dies ist sicher auch darauf zurück zuführen, dass die pferde in unphysiologischen bewegungsmustern trainieren, die einen muskelaufbau verhindern. außerdem genügt der trainingsreiz auf dem dem laufband sicher nicht aus um ein pferd genügend zu fordern. dies wäre sicher aber mal eine genauere untersuchung wert. auf jedenfall ist reha und pferdephysiotherapie nicht so einfach, wie es sich so manch ein aquatrainerbesitzer vorstellt. verantwortungsvoll eingesetzt kann der aquatrainer die krankengymnastik evt. wertvoll unterstützen.

Sonntag, 8. Oktober 2006

torkelnder gang und häufiges stolpern

der hübsche 8 jährige wallach fiel gleich durch seine schiefe kopfhaltung auf. laut reiterin wird er schon seit monaten nicht mehr geritten, da er zumeist dabei schon beim aufsitzen unwillig wird und dann buckelt und sich wehrt.das pferd zeigte nicht nur eine schiefe kopf- und halshaltung sondern einen unterkiefern, den er ständig nach rechts verschob. dem pferd war es auch nicht möglich seinen hals zu senken. der gang war torkelnd, es stolperte und die hinterhand wirkte wie nicht dazugehörig und total steif.nach eingehender untersuchung und befragung der besitzer begann ich ihm sein kiefergelenk zu mobilisieren und dann langsam über mobilisationstechniken die halswirbelsäule in die tiefe zu arbeiten.dabei gelang es sogar nach einiger zeit gleichzeitig den rücken hochzuarbeiten. dann gingen wir noch an ein sehr zentrales problem , nämlich seine oberen kopfgelenke. nach erneuter überprüfung des gangbildes, hatte sich dieses bereits jetzt schon massiv geändert. das pferd lief mit abgesenktem hals, flüssig taktrein und mit aktiver hinterhand über den hof. nun wird sicher eine intensive wahrnehmungsschulung für seine bewegungen und ein angepasstes training beginnen müssen. mehr war an diesem tag für das pferd nicht möglich, denn die sache war für ihn sehr intensiv und die umstellung auf die neue situation wird ihm noch einiges zu knabbern geben. das nächste mal schauen wir weiter...

Donnerstag, 21. September 2006

probleme beim anreiten

letzte woche hab ich einen 4 jährigen wallach besucht, der seit ein paar wochen leicht geritten wird. (2mal die woche) seit neuestem legt er sofort wennn der reiter aufsitzt die ohren an und buckelt. sattel und zahnkontrolle hatten schon statt gefunden. schon beim ersten hinschauen sieht man, dass das pferd eine sehr lange mittelhand hat. auch seine sehr weiche fesselung fällt gleich ins auge. nach einer eingehenden befundaufnahme zeigten sich keine blockaden. aber auffallend war der hohe muskeltonus in der ganzen oberlinie, vor allem genau dort wo der reiter einsitzt, und eine bereits massiv hochgezogene lendenwirbelsäule mit massivsten verspannungen in dem bereich. es waren schon richtige harte stränge, die in der lendengegend hervor traten. dieses pferd hat mit sicherheit nicht umsonst gebuckelt. da seine muskulatur auch nicht kräftig genug war um ihm tragen zu helfen hat sich für den armen kleinen das ganze als ein großes problem entwickelt.pferde mit einem langen weichen rücken haben immer probleme diesen zu stabilisieren. das pferd wird momentan nicht mehr geritten. wir haben uns auf eine sinnvolle arbeit vom boden aus geeinigt, um dem pferd erst mal die nötige muskelkraft anzutrainieren und ihm auch zu zeigen wie man den rücken aufwölbt. außerdem habe ich den rücken behandelt ,einen teil des zu starken tonus rausgenommen. ( etwas muß ihm erst mal noch bleiben, dass er seinen rücken schützen kann, bis er muskulär und vom aufwölben seines rückens her dazu fähig ist).ich habe auch mit ihm verschiedene bewegungsabläufe geübt , wie er in die tiefe geht ,den rücken aufwölbt und die oberlinie dabei entspannen, dehnen kann. einige teile wird der besitzer jetzt selbst in form einer wahrnehmungsschulung mit dem pferd üben. sobald dies alles gut anschlägt, werden wir versuchen das reiten in kurzen sequenzen wieder aufzunehmen ,und das pferd wird dann hoffentlich ganz schnell das erlernte anwenden können, selbverständlich mit hilfe des reiters, der ihm dann diese bewegungsabläufe auch unter dem sattel zeigen wird. der schwache rücken wird sicher immer ein schwachpunkt für das pferd bleiben und bedarf immer guter pflege und ein abgestimmtes training.. aber mit einem sensiblen reiter wird das problem gut unter kontrolle zu halten sein. ich drücke die daumen und tue mein bestes.

Samstag, 19. August 2006

befundbogen


dies ist ein ausschnitt , wie die pferde nach jeder behandlung dokumentiert werden. dies dient der verlaufskontrolle und damit keine wichtigen punkte verloren gehen. es hilft auch noch mal das ganze zu reflektieren und vielleicht noch neue aspekte zu erkennen...

probleme in der rückenlinie


eine solche oberlinie kann natürlich massivste probleme machen. vor allem, da der bereich der lendenwirbelsäule bereits knöchern fixiert ist. das pferd zeigt auch eine nur noch begrenzt funktionierende rückenmuskulatur mit dellen und den abgesackten rumpf. das pferd hat massive probleme im rücken und bereits in beiden vorderbeinen. (Überlastung) beide hufgelenke sind nur noch ganz gering beweglich. hinten ist das pferd lahm. es kann nur noch kurz lang treten. schmerzpunkte beseitigen , ein intaktes muskelkorsett schaffen. alles tun um den körper zu enlasten und in eine einigermassen funktionierende position zu bringen. da müssen wir schauen , was zu machen ist und wieviel funktioniert, da dies schon über lange zeit entstanden ist...

Sonntag, 6. August 2006

nur weidegang führt oft auch zu massiven problemen

seit dezember letzten jahres steht der 15 jährige warmblutwallach nur auf der weide. erst zuviel schnee dann keine zeit, lust, dann zu heiß, dann zu viele viecher...als er dann doch wieder geritten werde sollte ,war das pferd immer nach kürzester zeit lahm. er gehört zu den langbeinigen sehr elastischen blütertypen, die sowas oft nicht gut vertragen. sie verlieren mit der abnahme ihrer muskulatur auch ihre stabilität und funktionen die ihren körper gesund erhalten.. das pferd hat einige probleme v. a. an der wirbelsäule , einen leichten karpfenrücken , der schon knöchern fixiert ist inzwischen. desweiteren hat er an fast allen gelenken knochenanlagerungen die von außen tastbar sind.jetzt nachdem ihm die muskeln fehlen tritt der karpfenrücken deutlich hervor . desweiteren arbeiten seine hinterhandmuskeln nicht mehr, sie springen nicht mal auf massives reizen an. hab 5 min gebraucht bis sie reagiert haben.diese kruppen muskeln sind v.a. für die stabilität des beckens zuständig. diesem pferd fällt bei jedem schritt das becken ungesichert nach vorne und macht einen kräftigen schlag in die lendenwirbelsäule. und so gibt es noch einiges an ihm. im großen kann man sagen er ist aus dem lot, seine stabilität ist verloren gegangen un so kommen seine probleme zustande. denn von medizinischer seite ist wohl nichts zu finden, was die lahmheit auslöst. aktivierung des gesamten pferdes , schulen von bewegungsabläufen, stimmulierung der muskulatur und antrainieren des pferdes...ob bergauf bergab, stangen, unterschiedliches gelände, handarbeit und systematisches auftrainieren unter dem sattel in dehnungshaltung sind wohl angesagt, sowie ständige überwachung der arbeit und des statuses des pferdes. ein langer weg, da ja ältere pferde auch nicht mehr so schnell muskulatur aufbauen, und bei ihnen ja auch oft ein angehendes arthroseproblem reinspielt. hoffen wir das beste!