Montag, 28. Mai 2007

faszination galoppsport

durch ein zufälliges kennenlernen der präsidentin des amateurrennreiterverbandes, frau rosemarie kerler, hatte ich gestern die möglichkeit einmal hinter die kulissen der galopprennbahn zu schauen. mit viel liebe zu den faszinierenden vollblüter erklärte sie uns den trainingsalltag und die arbeitsweise mit den vollblütern. bei einem gespäch mit einem namhaften trainer , sahen wir auch wie sensibel dieser auf jede bewegung und jeden atemzug seiner schützlinge achtet, um bei etwaigen kleinsten auffälligkeiten sofort das training umstellen zu können.da diese pferde hohen sportlichen belastungen ausgesetzt sind, hoffe ich einigen von ihnen durch meine arbeit, durch manches leistungstief helfen zu können.denn auch aus dem vollblutsport kommen immer wieder anfragen...

Freitag, 4. Mai 2007

kaltblut braucht mich auch manchmal

auch die großen "kalten" brauchen manchmal physiotherapie- schön dass der besitzer es erkannt hat. denn auch ein kaltblut leistet viel. durch sein gewicht fällt es ihm oft schwer bei der arbeit eine schonende ökonomische körperhaltung, nämlich über den rücken gehen ,einzunehmen. dann kommt er oft in die situation, dass sein stoßdämpfersystem nicht mehr so gut funktioniert und er stark auf kosten seines körpers arbeitet. genau das war dem burschen hier passiert. wir machens mal mit kraft, aber den rücken lassen wir durchhängen, und so hat sich für das pferd stück für stück ein doch massives rückenproblem aufgebaut. nach eingehender befundung und behandlung haben wir dem burschen ganz gut helfen können. der besitzer wird jetzt mehr auf die arbeit über einen tätigen rücken achten, und so für den wallach eine lösung von dauer finden..

Mittwoch, 28. März 2007

exterieurprobleme

der wallach sah auf den ersten blick wirklich gut aus.6 jahre alt, gut bemuskelt, gefälliges äußeres mit großen linien ,die viel platz für muskulatur boten. laut besitzer mit idealen gängen fürs große viereck ausgestattet. dies sollte auch der weg des pferdes sein. er war wohl schon für großes geld als junger eingekauft worden.leider geht die ausbildung im moment keinen schritt voran, das pferd wehrt sich nur. es will nicht abwenden nach rechts, geht nicht an das gebiß, und ist einfach zäh.erst schauten wir uns das pferd auf hartem boden zusammen an. dabei sah man bereits, dass der wallach das rechte vorderbein um einiges kürzer vorsetzte als das linke, und den rechten vorderfuß auch nicht voll belastete.bei tageslicht sah man bei genauerer inspektion des pferdes, re einen ganz steilen engen huf und links einen normal geformten und gestellten huf.!! diese unterschiede der vorderbeine setzte sich auch nach oben hin fort.rechts extrem steil gestellt links normal gewinkelt.beim abtasten des pferdes zeigten die gesamten sehnen der zehenbeuger und der fesseltrageapparat überlastungsreaktionen und die dazugehörigen muskeln waren ebenfalls schon überlastet. da das pferd damit schon länger kämpft und natürlich kompensiert, hat die ganze vorhand- geschichte bereits massive probleme auch schon bis in den rumpf ausgelöst. der brustkorb hatte sich schon durch den veränderten muskelzug gedreht, das pferd macht schon im rumpf und rücken zu...da sich auch schon knochenanlagerungen im zehenbereich palpieren lassen ,und die gelenkbeweglichkeit der zehengelenke eingeschränkt ist, muß das pferd erst mal zur abklärung in die klinik. danach kann man entscheiden , wie man mit dem training weitermacht, oder ob das pferd für die vorgesehenen aufgaben nicht mehr eingesetzt werden kann.wenn das pferd überhaupt eine chance auf sport hat, geht dies aber nur mit einem super guten reiter, der das pferd optimal zu managen weiß, und einer ständigen physiotherapeutischen begleitung.fehlersucherei am pferd ist sicher auch nicht das optimale, aber einen blick auf das fundament des pferdes, und die richtige bewertung dazu, können aber sicher manche enttäuschung verhindern. denn ein solides fundament ist einfach das wichtigste. auf ein wackliges fundament ein haus zu bauen ist auch nicht unbedingt der bringer...

Donnerstag, 1. März 2007

sprunggelenkskreuzgallen

der vollblutwallach hatte mit seinen 6 jahren ganz schön große kreuzgallen . faustgroß beidseits des sprunggelenks. die besitzer konnten es sich auch nicht erklären, eine verletzung etc. war nicht bekannt. die gallen waren bereits punktiert worden, gespritzt und alles mögliche , doch sie kamen immer wieder. beim vorführen des pferdes sah man auch eine verzögerung im vorführen und ein schonen des gelenks beim abwinkeln.schaute man die oberlinie des pferdes an , sah man ein sehr instabiles becken, und eine eher abgesackte oberlinie. von hinten bestätigte sich dann mein verdacht. mit diesem schlecht gesicherten becken und den daraus resultierenden instabilen beinachsen, wurde das sprunggelenk permanent überlastet. (die sprunggelenke drehten beim auffußen nach außen weg und der huf blieb stehen. führt zu massivsten scherbelastungen im sprunggelenk und im schlimmsten fall zu spat) nach weiterem eingehendem befund , lösten wir die dadurch doch sehr zugemachte oberlinie des pferdes, ermöglichten ihm ein aufwölben des rückens, und ein beidrehen des beckens. diese abläufe werden jetzt vom besitzer erst an der hand geschult und dann kommt das pferd in ein solides reitausbildungsprogramm ,in dem es ordentlich über den rücken gearbeitet wird , das becken stabilisiert wird, und somit auch die beinachsen wieder besser geführt werden. ein guter bereiter steht in diesem fall zur verfügung. schon nach 3 wochen zeigten sich erste erfolge. das pferd kann deutlich besser sein becken kontrollieren. dadurch kehrte in seine hinterbeinen ruhe ein, und sie werden mit weitaus weniger scherbelastung belastet. das sprunggelenk kommt bereits zur ruhe und der umfang der kreuzgallen hat schon deutlich abgenommen. noch ein bißchen geduld und das problem wird für dieses pferd hoffentlich bald zur vergangenheit gehören..

Dienstag, 6. Februar 2007

isländer haben auch ihre probleme


in diesem fall leider auch wieder wegen eines schlecht sitzenden sattels. der wunsch des besitzers war , abzuklären warum das pferd immer mit dem kopf schlägt, wegrennt oder sogar steigt.an sich war der isländer wirklich gut in form , nur massive verspannungen im lendenbereich und auf einer seite bereits abgeschubberte haare waren auffällig. als ich den sattel kontrollierte war es fast schon klar. das bis jetzt sehr kooperative pferd wurde sehr unwillig als es den sattel nur sah. als ich ihn dann noch auflegte, war es dann wirklich ungehalten. der sattel war viel zu lang und der sattelbaum blieb noch gerade als der rücken schon längst wieder anstieg. damit bohrte sich der sattel dem pferd in die lende und dort kam auch noch der reiter zum sitzen. als wir einen anderen sattel ausprobierten der deutlich geeigneter war, war auch das pferd wieder zufrieden. die verspannungen konnten wir lösen, das pferd bekommt einen neuen sattel und dann steht sicher weitern vergnügungen nichts mehr im weg....

Dienstag, 23. Januar 2007

schlecht passender sattel mit üblen folgen

schon seit längerem zeigte die 7 jährige rheinländer dressurstute (l-niveau) starken leistungsabfall ,widersetzlichkeiten und stumpfen gang.nach einem kompletten befund und sattelkontrolle kamen wir der sache schon auf die spur. der sattel war einfach nicht für die stute gemacht. es war zwar immer wieder probiert worden den sattel hinzupolstern, aber der erfolg blieb aus. nun ist der sattel so verändert, dass er für die stute wirklich zum problem wurde.der sattler wurde bestellt,ein neuer sattel angepaßt. doch bis der maßsattel fertig gestellt ist dauert es noch 3 monate. diese zeit riet man der besitzerin mit einer militärdecke als unterlage zu überbrücken. das ging auch 6 wochen ganz gut. doch jetzt ist ende der fahnenstange. bei einem erneuten besuch fand ich ein pferd vor, dass in der oberlinie total zu gemacht hatte. so eine betonplatte hatte ich schon lange nicht mehr unter meinen händen. dazu kamen noch schmerzpunkte wo der sattel noch vermehrten druck ausgelöst hatte. das pferd hing massiv in seiner rumpfträger muskulatur, die das pferd eigentlich abfedern sollte. die stute ging vorne massiv lahm und sah aus wie platt. die lendenwirbelsäule war massiv aufgewölbt, was auch ein alarmsignal für den zustand der gleichen ist. wir ließen erst mal blut abnehmen , weil das pferd nach kreuzverschlag aussah. der tierarzt beruhigte und sagte nur, das wär jetzt arbeit für einen physiotherapeuten. nach einigen behandlungen und arbeit ohne sattel an der doppellonge beruhigte sich der zustand der stute. der sattel ist in einer woche fertig und dann wird sich die stute wohl auch soweit erholt haben, dass sie vorsichtig in guter arbeitshaltung wieder antrainiert werden kann.also auch schon relativ kurze zeit mit einem unpassenden sattel kann für die pferde eine massive belastung bedeuten.

Montag, 1. Januar 2007

zäher stumpfer gang

der 10 jährige s-dressurwallach zeigte beim reiten einen stumpfen ,unelastischen gang. ihm fehlte die ausstahlung und die elastizität , die er sonst mühelos zeigte.nach eingehender befundung war es dann auch klar. er hatte ein problem in der vorderen rumpfträgermuskulatur. er hielt sich dort fest , die muskeln arbeiteten nicht mehr, und federten somit auch nicht mehr ab.wenn man das pferd beim reiten beobachtete konnte er auch nicht mehr den rücken aufwölben und das becken anbeugen. die beinachsen waren sehr instabil und ein überlastungsproblem der fesselträger wäre sicher bald die folge gfewesen. die wirbelsäule war im bereich des widerristes und der sattellage komplett zu. die wirbel liessen sich nicht mehr bewegen. es war wie ein starres brett aim bereich der sattellage. nach mobilisation der wirbelsäule und öffnen des übergangs der hals- in die brustwirbelsäule,konnte der rücken sich auch wieder problemlos aufwölben und auch zur seite bewegen.das feetback der reiterin nach dem nächsten ritt: wau da ist ja wieder bewegung drin, die hat er gleich ausgekostet und und hat mich mit einem riesenschnalzer in den dreck gesetzt. jetzt funktionierts wieder. wir verabredeten einige trainingsänderungen und einen weiteren kontrolltermin in 4 wochen.