Dienstag, 9. Februar 2010

hufgelenksentzündung hat sich deutlich beruhigt

der 12 jährige wallach hatte in unregelmäßigen abständen immer wiederkehrende lahmheiten. bei der befunderhebung war das pferd in der oberlinie total fest, und ein gleiten der schulterblätter auf dem rumpf war kaum möglich. nach unten spürte man im hufgelenk deutliche bewegungseinschränkungen. die besitzerin war nun doch bereit, dass wir einen tierarzt hinzuziehen, da die behandlungen immer nur kurz verbesserung brachten, und der befund doch deutlich auf ein problem in der vorhand deutete. nach einer röntgenuntersuchung war dann auch die diagnose klar entzündung des hufgelenks mit beginnender arthrose.
der wallach wurde erst medikamentös versorgt. gleichzeitig starteten wir eine kontinuierliche physiotherapie. des weiteren schlug ich der besitzerin einen stallwechsel vor, da der boden in der reithalle eine katastrophe für das pferd war,und auch die bergige koppel die heilung fast unmöglich machte. seit einem jahr braucht das pferd keine medikamente mehr. er wird wieder täglich auf gutem boden geritten und tobt auch mit vergnügen über seine ebene koppel.die physiotherapie setzen wir mit regelmäßigen abständen von 8-12 wochen fort. dies hat sich gut bewährt, da schon kleinigkeiten im keim erstickt werden können, und das pferd nicht in schonhaltungen und damit überlastungen geraten kann. ich hoffe der verlauf bleibt so positiv. bis jetzt hat ihm nicht mal der seit wochen harte gefrorene boden etwas anhaben können...

Freitag, 9. Oktober 2009

auch älteren pferden hilft eine behandlung noch lange fit zu bleiben

der 18 jährige wallach ,den ich gestern behandelt habe, hatte schon massive probleme mit seinem rücken. das über den rücken gehen fällt ihm schwer, in die tiefe dehnen oje, nach dem sprung rennt er davon, da er beim landen nicht mehr federnd aufkommt...die fliegenden gelingen nur auf einer hand. das pferd hat einen alten reiter zu tragen, und wird aber immer durch einen bereiter korrektur geritten. trotzdem ist ihm der rücken so abegesunken und in streckung gekommen , dass dieser nicht mehr aufwölben kann und nicht mehr schwingen kann.
nachdem wir den rücken wieder mobilisiert haben,und die verkrampften und schmerzenden muskeln in eine entspannte arbeitssituation gebracht haben,sah das ganze schon ganz anders aus.am nächsten tag hatte er zwar einen rechten muskelkater und war ziemlich mau unterwegs. nach 2 tagen ritt der bereiter wieder. "der ist ja wie ein anderes pferd!" der schwingt ja wieder, springt die wechsel durch und geht schön in die tiefe. auch das landeverhalten nach dem sprung klappt wieder besser, und er rennt nicht mehr davon. das machen wir jetzt öfter, war der kommentar der besitzer. dann haben wir noch was von unserem alten herrn und er fühlt sich wohl!!!!

Samstag, 2. Mai 2009

das wünsch ich keinem pferd !!


ich hab gedacht ich seh nicht recht, als ich dieses marterwerkzeug sah!! das mußte ich photographieren. es wird wohl hauptsächlich bei den viehhirten in südamerika verwendet. eine doppelreihige blanke serreta mit scharfen zähnen, und dazu kombiniert eine stange mit zungenstreckerlöffel mit 15 cm langen beweglichen anzügen. wenn das sich im maul aufstellt und dazu die serreta, da kann man sich vorstellen, was dann für das pferd passiert....ich hoffe, dass keines unserer pferde darunter jemals leiden muß. in südamerika haben wir auf die schnelle sicher keine handhabe dagegen. ..aber diese photos hier abzubilden,war mir doch sehr wichtig!!!!!! ps. nach nachfragen meiner seits, wurde mir glaubhaft versichert, dass diese zäumung nur als abschreckendes beispiel nach deutschland mitgebracht wurde. na gott sei dank

Dienstag, 17. März 2009

jungpferde anreiten...

immer öfter werde ich von ausbildern gefragt, ob ich die jungpferde vor dem ersten anreiten durchchecken könnte. das ist eine wirklich tolle sache. denn man beugt vielen problemen vor, wenn man sich vorab ein bild über den zustand des jungpferdes macht. es läßt sich klären, ob das pferd schon soweit ist ein reitergewicht zutragen. exterieurbedingte mängel lassen sich analysieren und man kann den trainingsplan dahingehend optimieren, dass man dem pferd so fehlbelastungen erspart. oft findet man auf diesem weg probleme, wie bewegungseinschränkungen, blockaden,etc. die zum beispiel durch nicht mitbekommene stürze und ähnliche weideunfälle passiert sind, die im täglichen miteinander durch rangeleien in der aufzucht einfach passieren. dies kann beim anreiten zu unnötigen problemen führen.also eine gute sache, gut gerüstet mit der wichtigsten phase eines reitpferdeslebens zu starten.

Samstag, 8. November 2008

beidseitiger fesselträgerschaden erfolgreich abgeschlossen juchhu!!!!!!!!

in wirklich schneller zeit von 7monaten sind die beiden fesselträger der beiden vorderbeine wieder fit. auf der einen seite war der fesselträger massiv durch einen unfall geschädigt, die andere seite machte dann probleme wegen der überlastung durch die schonhaltung des pferdes.das pferd hat sich trotzdem sehr schnell erholt. wir arbeiteten aber auch von anfang an im team zusammen. es war wirklich toll zu sehen, wie schnell die sehnen heilten. wir waren ein team aus einem renommierten pferdetierarzt, ich als krankengymnastin und die pferdebesitzerin, die alles mit viel energie umzusetzen versuchte. neben der behandlung des tierarztes und ständiger ultraschallkontrolle, behandelte ich das pferd im 2 wochenrhytmus physiotherapeutisch. die besitzerin übernahm nach anleitung in der restlichen zeit teile der behandlung.wir konzentrierten uns nicht nur auf die heilung der sehne, sondern wir behandleten das ganze pferd . denn durch die lange inaktivität wird das pferd in seinen bewegungen immer schlechter, es hängt im bindegewebe und stabilisiert sich nicht mehr aktiv. es hängt quasi durch... außerdem verändert sich auch die beweglichkeit der kranken beine nach oben bis ins schulterblatt und weiterlaufend in den ganzen körper.wenn das schulterblatt nicht mehr richtig auf dem brustkorb gleitet der rücken nicht mehr beweglich ist etc. hilft mir eine gesunde sehne oft nichts, denn wenn ich wieder belastung in das kranke bein bringe, und das bein nach oben und weiterlaufend der ganze körper nicht richtig funktioniert, wird die bewegung nicht mehr richtig abgefedert und gibt ungebremst die gesamte last auf die kranken sehnen nach unten weiter.und da haben wir dann schon wieder unseren rückschlag , den viele von ihnen sicher kennen, und man gar nicht weiß woher er kommt. .. oft ist dies die erklärung dafür.natürlich läßt sich auch physiotherapeutisch direkt an der sehne einiges machen. aber man darf einfach nicht den restlichen körper außer acht lassen, wenn ich ein solches problem am bein habe. ( dies läßt sich fachlich schon noch näher erläutern und besser beschreiben aber ich hoffe der laie hat die idee verstanden). begleitet wurde dies von einer ausgewogenen bewegungstherapie, die auch sehr bald in die trabarbeit überging. denn wir wollen einen sportler therapieren und keinen "opa " hernach haben. inzwischen geht das pferd schon wieder einfache dressurlektionen und nach der winterarbeit dürfte einer turniersaison nichts mehr im wege stehen.das pferd ist übrigens 7 jahre alt und ist auf dem weg von l nach m-dressur.

Donnerstag, 28. August 2008

vermeintliche rückenprobleme

den 9 jährigen m-dressurwallach behandle ich immer wieder, um ihn für seinen job fit zu halten. diesmal zog er plötzlich nicht mehr am bein , ging überhaupt nicht mehr vorwärts und ließ sich nur noch mit extrem viel hand biegen und stellen. außerdem ist der rücken wie ein brett...sagte der besitzer und wollte die rückenprobleme behandeln lassen. auch zeigte der wallach immer taktfehler bis hin zum schonen. er hoffe, dass dies nur vom rücken kommt...beim vortraben zeigte das pferd schon aus dem stall raus ein deutlilch verändertes gangbild, mit nach außen gedrehtem hinterbein, und dieses fußte auch noch weit zur seite raus, während der ander hinterfuß weit unter den rumpf zur gegenüberliegenfden seite fußte um dies abzufangen. der rücken war fest wie ein brett, was man meist bei pferden mit problemen in den beinen sieht, vor allem bei knie- und sprunggelenksschädigungen. nach eingehendem befund zeigte das pferd auch ziemlich unmißverständlich mit deutlichem ausschlagen probleme an den kniescheibenbändern an. also ab in die klinik, da bleibt kein anderer weg ,mit noch probieren,ob man doch noch was am rücken findet und es das vielleicht doch nur ist. die klinik bestätigte den verdacht , behandelte so fort gezielt, und das pferd wird wohl ohne schaden wieder in nicht zu langer zeit im sport sein. dies zeigt einmal wieder, dass sich ein eingehender befund bezahlt macht, und man schnell reagieren kann und dem pferd so spätschäden, die hier auf alle fälle durch die überdehnten kniebänder aufgetreten wären, oder zu einer op geführt hätten vermieden werden können. viele rückenprobleme haben versteckte ursachen in den beinen, die es gilt durch eingehende tast- und bewegungsanalyse aufzuspüren. dieses pferd hat auch noch das glück einen sehr aufmerksamen besitzer zu haben, der auch schon bei geringen rittigkeitsproblemen spürt, dass sein pferd ein problem hat... im anschluß werden wir jetzt natürlich auch die rückenprobleme behandeln, dafür sorgen, dass die kniestabilisierenden muskeln nicht abbauen, und so das pferd langsam wieder in richtung eines normalen bewegungsablaufs führen.

Montag, 7. Juli 2008

rückfall nach schweifwirbelfraktur

vor einem jahr zog sich die 12 jährige m-dressurstute bei einem sturz eine schweifwirbelfraktur zu. dies war bis vor einem monat relativ gut ausgeheilt und das pferd konnte wieder dressurmäßig gearbeitet werden. leider kam es vor 2 wochen wieder zu ausfallerscheinungen in der hinterhand und zu gleichgewichtsstörungen. das pferd kann auch nicht mehr gut rückwärtstreten. was aber besonders auffällig war, war ihre abnorme muskelspannung im gesamten hinterhandbereich beidseits. das pferd kann keine 3 sekunden mehr auf einem hinterbein stehen, es muß ständig den linken und rechten hinterfuß im wechsel entlasten. in der box kann es nicht ruhig stehen. es fühlt sich nur wohl in bewegung, dort läßt auch die muskelspannung nach. der passive stehmechanismus der hinterhand funktionniert im stall nicht mehr. die hüftbeugemuskulatur wie z.b. quadriceps und tensor sind zu drahtseilen angespannt. so treten sie auch optisch hervor. das pferd findet keine ruhe.die stute verbringt nun die meiste zeit auf der koppel, auch beim reiten fühlt sie sich deutlich besser.aber hier muß es ein akutes ereignis geben. wir haben das pferd intensivst befundet. irgendwo muß ein schmerzherd in der tiefe sitzen. vermutlich im hinteren wirbelsäulenbereich. denn hier zeigt sie auch deutliche probleme auf streßtests des nervengeflechts des kreuzbeins (plexus lumbo sacralis) .wahrscheinlich ist in der tiefe an der wirbelsäule damals doch mehr zerstört worden als man nun mal nur auf dem röntgenbild sieht. und dies ist durch eine ungünstige situation auf der koppel /box wieder aufgebrochen.nachdem wir dem pferd erst mal über physiotherapie etwas entlastung geschaffen haben, vereinbarten wir mit dem tierarzt eine hochdosierte schmerzmittelgabe, um zu sehen ob dieser imense muskelspannungszustand von schmerzen und reizzuständeen kommt. so extrem hoher muskeltonus ist meist ursache von schmerzen.und so war es auch. jetzt wird das pferd erst mal mit schmerzmittel behandelt, und dann werden wir noch mal auf die suche gehen, wenn uns die muskeln dann auch mal ranlassen. der therapieweg wird noch einiges kopfzerbrechen verursachen, aber wir habens schon einmal hinbekommen....wir werden hoffentlich für alle eine gute lösung finden. aber das braucht zeit.