Sonntag, 8. Oktober 2006

torkelnder gang und häufiges stolpern

der hübsche 8 jährige wallach fiel gleich durch seine schiefe kopfhaltung auf. laut reiterin wird er schon seit monaten nicht mehr geritten, da er zumeist dabei schon beim aufsitzen unwillig wird und dann buckelt und sich wehrt.das pferd zeigte nicht nur eine schiefe kopf- und halshaltung sondern einen unterkiefern, den er ständig nach rechts verschob. dem pferd war es auch nicht möglich seinen hals zu senken. der gang war torkelnd, es stolperte und die hinterhand wirkte wie nicht dazugehörig und total steif.nach eingehender untersuchung und befragung der besitzer begann ich ihm sein kiefergelenk zu mobilisieren und dann langsam über mobilisationstechniken die halswirbelsäule in die tiefe zu arbeiten.dabei gelang es sogar nach einiger zeit gleichzeitig den rücken hochzuarbeiten. dann gingen wir noch an ein sehr zentrales problem , nämlich seine oberen kopfgelenke. nach erneuter überprüfung des gangbildes, hatte sich dieses bereits jetzt schon massiv geändert. das pferd lief mit abgesenktem hals, flüssig taktrein und mit aktiver hinterhand über den hof. nun wird sicher eine intensive wahrnehmungsschulung für seine bewegungen und ein angepasstes training beginnen müssen. mehr war an diesem tag für das pferd nicht möglich, denn die sache war für ihn sehr intensiv und die umstellung auf die neue situation wird ihm noch einiges zu knabbern geben. das nächste mal schauen wir weiter...

Donnerstag, 21. September 2006

probleme beim anreiten

letzte woche hab ich einen 4 jährigen wallach besucht, der seit ein paar wochen leicht geritten wird. (2mal die woche) seit neuestem legt er sofort wennn der reiter aufsitzt die ohren an und buckelt. sattel und zahnkontrolle hatten schon statt gefunden. schon beim ersten hinschauen sieht man, dass das pferd eine sehr lange mittelhand hat. auch seine sehr weiche fesselung fällt gleich ins auge. nach einer eingehenden befundaufnahme zeigten sich keine blockaden. aber auffallend war der hohe muskeltonus in der ganzen oberlinie, vor allem genau dort wo der reiter einsitzt, und eine bereits massiv hochgezogene lendenwirbelsäule mit massivsten verspannungen in dem bereich. es waren schon richtige harte stränge, die in der lendengegend hervor traten. dieses pferd hat mit sicherheit nicht umsonst gebuckelt. da seine muskulatur auch nicht kräftig genug war um ihm tragen zu helfen hat sich für den armen kleinen das ganze als ein großes problem entwickelt.pferde mit einem langen weichen rücken haben immer probleme diesen zu stabilisieren. das pferd wird momentan nicht mehr geritten. wir haben uns auf eine sinnvolle arbeit vom boden aus geeinigt, um dem pferd erst mal die nötige muskelkraft anzutrainieren und ihm auch zu zeigen wie man den rücken aufwölbt. außerdem habe ich den rücken behandelt ,einen teil des zu starken tonus rausgenommen. ( etwas muß ihm erst mal noch bleiben, dass er seinen rücken schützen kann, bis er muskulär und vom aufwölben seines rückens her dazu fähig ist).ich habe auch mit ihm verschiedene bewegungsabläufe geübt , wie er in die tiefe geht ,den rücken aufwölbt und die oberlinie dabei entspannen, dehnen kann. einige teile wird der besitzer jetzt selbst in form einer wahrnehmungsschulung mit dem pferd üben. sobald dies alles gut anschlägt, werden wir versuchen das reiten in kurzen sequenzen wieder aufzunehmen ,und das pferd wird dann hoffentlich ganz schnell das erlernte anwenden können, selbverständlich mit hilfe des reiters, der ihm dann diese bewegungsabläufe auch unter dem sattel zeigen wird. der schwache rücken wird sicher immer ein schwachpunkt für das pferd bleiben und bedarf immer guter pflege und ein abgestimmtes training.. aber mit einem sensiblen reiter wird das problem gut unter kontrolle zu halten sein. ich drücke die daumen und tue mein bestes.

Samstag, 19. August 2006

befundbogen


dies ist ein ausschnitt , wie die pferde nach jeder behandlung dokumentiert werden. dies dient der verlaufskontrolle und damit keine wichtigen punkte verloren gehen. es hilft auch noch mal das ganze zu reflektieren und vielleicht noch neue aspekte zu erkennen...

probleme in der rückenlinie


eine solche oberlinie kann natürlich massivste probleme machen. vor allem, da der bereich der lendenwirbelsäule bereits knöchern fixiert ist. das pferd zeigt auch eine nur noch begrenzt funktionierende rückenmuskulatur mit dellen und den abgesackten rumpf. das pferd hat massive probleme im rücken und bereits in beiden vorderbeinen. (Überlastung) beide hufgelenke sind nur noch ganz gering beweglich. hinten ist das pferd lahm. es kann nur noch kurz lang treten. schmerzpunkte beseitigen , ein intaktes muskelkorsett schaffen. alles tun um den körper zu enlasten und in eine einigermassen funktionierende position zu bringen. da müssen wir schauen , was zu machen ist und wieviel funktioniert, da dies schon über lange zeit entstanden ist...

Sonntag, 6. August 2006

nur weidegang führt oft auch zu massiven problemen

seit dezember letzten jahres steht der 15 jährige warmblutwallach nur auf der weide. erst zuviel schnee dann keine zeit, lust, dann zu heiß, dann zu viele viecher...als er dann doch wieder geritten werde sollte ,war das pferd immer nach kürzester zeit lahm. er gehört zu den langbeinigen sehr elastischen blütertypen, die sowas oft nicht gut vertragen. sie verlieren mit der abnahme ihrer muskulatur auch ihre stabilität und funktionen die ihren körper gesund erhalten.. das pferd hat einige probleme v. a. an der wirbelsäule , einen leichten karpfenrücken , der schon knöchern fixiert ist inzwischen. desweiteren hat er an fast allen gelenken knochenanlagerungen die von außen tastbar sind.jetzt nachdem ihm die muskeln fehlen tritt der karpfenrücken deutlich hervor . desweiteren arbeiten seine hinterhandmuskeln nicht mehr, sie springen nicht mal auf massives reizen an. hab 5 min gebraucht bis sie reagiert haben.diese kruppen muskeln sind v.a. für die stabilität des beckens zuständig. diesem pferd fällt bei jedem schritt das becken ungesichert nach vorne und macht einen kräftigen schlag in die lendenwirbelsäule. und so gibt es noch einiges an ihm. im großen kann man sagen er ist aus dem lot, seine stabilität ist verloren gegangen un so kommen seine probleme zustande. denn von medizinischer seite ist wohl nichts zu finden, was die lahmheit auslöst. aktivierung des gesamten pferdes , schulen von bewegungsabläufen, stimmulierung der muskulatur und antrainieren des pferdes...ob bergauf bergab, stangen, unterschiedliches gelände, handarbeit und systematisches auftrainieren unter dem sattel in dehnungshaltung sind wohl angesagt, sowie ständige überwachung der arbeit und des statuses des pferdes. ein langer weg, da ja ältere pferde auch nicht mehr so schnell muskulatur aufbauen, und bei ihnen ja auch oft ein angehendes arthroseproblem reinspielt. hoffen wir das beste!

Freitag, 21. Juli 2006

hinten massiv überbaut- statische probleme

der inzwischen 12 jährige friesenmix hatte bis vor einem halben jahr keine probleme mit seinem massiven überbautsein. er ist hinten mindestens 15 cm höher als vorne. bis jetzt ging er ohne probleme springen und dressur. doch seit einem halben jahr geht er immer wieder hinten kurz lang. und jetzt seit geraumer zeit ständige lahmheit. momentan arbeitet er nicht. und hat auch in dieser zeit all seine muskulatur verloren, seine bauchmuskeln sind auch komplett insuffizient. das pferd hat in der vorhand massive probleme entwickelt und ist im gesamten rumpfaufhängeapparat hochschmerzhaft. die muskulatur im bereich der lendenwirbelsäule ist auf der kürzertretenden seite hart gespannt , und auch beim gehen sieht man dass das pferd nach re große probleme hat sich zu biegen also die andere seite lang zu machen.das becken ist massiv nach hinten gekippt , schaut aus wie nach hinten runtergefallen und setzt so massiven zug auf den sehr empfindlichen übergang vom 6. lendenwirbel zum kreuzbein. das zusammenspiel der gesamten muskulatur der oberlinie becken hinterhand und unterlinie ist stark gestört. und hier dürften auch die probleme der lahmheit und der gesamten statischen probleme zu suchen sein.auch die hinterhandmuskeln haben massive schmerzhafte verspannungen. wir werden nun zusammen probieren über gerzieltes training, aktivierung der rumpfträger , rücken hochbringen , und detonisierung der schmerzenden muskeln das pferd wieder in das lot zubringen. dies erfordert sicher von allen seiten viel geduld und wird auch in zukunft eine konsequente arbeit fordern um das pferd weiterhin gebrauchsfähig und auch wieder lahmfrei zu bekommen und erhalten.

Donnerstag, 6. Juli 2006

auch interieur und psyche werden mit behandelt

eigentlich kam der hübsche 7 jährige dressurwallach wegen unklarer lahmheit an der vorhand zu mir. an sich nur eine plötzlich auftretende taktunreinheit, meist wenn er mehr aufgenommen wurde.auch das biegen auf der hand viel ihm schwer. nach eingehendem befund blieben nur 2 blockierte halswirbel als ursache übrig und eine trainingsumstellung, dass es nicht zu rezidiven bei den blockaden kommt. eine woche später teilte mir die besitzerin mit, dass die lahmheit weg ist. und als tollen nebeneffekt- ach seit sie da waren , ist mein pferd bei der arbeit völlig ausgeglichen und konzentriert. das war auch immer eines unserer probleme.ja in der tat läßt sich über die behandlung auch einfluß auf das verhalten des pferdes ausüben. .